"Haus Sonnberg": Neues Zuhause im SOS-Kinderdorf Imst eröffnet

Veröffentlichungsdatum01.09.2026Lesedauer3 MinutenKategorienGesellschaft, Information, ...
Ein Gebäude mit Zaun und Gras

SOS-Kinderdorf eröffnet Haus Sonnberg in Imst: Ein neues Zuhause mit Perspektiven für Kinder.

Mit dem Haus Sonnberg eröffnet SOS-Kinderdorf in Imst eine neue sozialpädagogische Wohngruppe für Kinder im Alter von drei bis dreizehn Jahren. Am 1. September ziehen die ersten Bewohner:innen in den Neubau ein. Gemeinsam mit Landesrätin Eva Pawlata hat SOS-Kinderdorf zu einem Lokalaugenschein geladen und das neue Zuhause vorgestellt, das jungen Menschen in herausfordernden Lebenssituationen Geborgenheit, Stabilität und Entwicklungsmöglichkeiten bietet.


Im Haus Sonnberg finden künftig neun Kinder Platz. Die neue Wohngruppe wurde speziell auf die Bedürfnisse junger Menschen abgestimmt, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in ihren Herkunftsfamilien leben können. Ein kompetentes Team begleitet die Kinder rund um die Uhr und schafft einen verlässlichen Rahmen für Entwicklung, Bildung und soziale Teilhabe. Dabei orientiert sich die Betreuung an der Persönlichkeit, der Lebenswelt und den individuellen Bedürfnissen der Kinder.

Unser Ziel ist es, Kindern einen sicheren Ort zu geben, an dem sie ankommen, Vertrauen aufbauen und ihre Stärken entdecken können. Beziehung, Beteiligung und individuelle Förderung stehen dabei im Mittelpunkt. Jedes Kind bringt seine eigene Geschichte mit – und verdient die Chance auf positive Zukunftsperspektiven“, betont Christian Murer, Leiter von SOS-Kinderdorf Imst.

Ein Haus, das auf Dauer angelegt ist

Der Neubau wurde vom Landecker Architekturbüro von Harald Kröpfl geplant und in einer nachhaltigen Holz-, Beton- und Ziegelbauweise errichtet. Auf rund 400 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche entstanden helle, kindgerechte Räume, die sowohl Gemeinschaft als auch Rückzug ermöglichen. Die Bauzeit betrug rund ein Jahr. Mit seiner naturnahen Lage und gleichzeitig ausgezeichneten Infrastruktur bietet Imst ideale Voraussetzungen für eine sozialpädagogische Wohngruppe. Schulen, Freizeitangebote, therapeutische Einrichtungen und zahlreiche Möglichkeiten zur aktiven Freizeitgestaltung sind gut erreichbar und schaffen wichtige Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Kinder.

Eine Gruppe von Menschen, die vor einem Gebäude stehenFreuen sich über die Eröffnung (v.li.): Christian Murer (SOS-Kinderdorf-Leitung Imst), Landesrätin Eva Pawlata, Astrid Schranz (SOS Kinderdorf, Pädagogische Leiterin).

Sorgfältige Aufnahme und individuelles Betreuungsangebot

Die Plätze in der neuen Wohngruppe werden in enger Abstimmung mit der Kinder- und Jugendhilfe vergeben. „Dabei versuchen wir besonders auf eine ausgewogene Gruppe zu achten. Die besondere Herausforderung besteht darin, die Kindergruppe hinsichtlich Alter und Geschlechterverteilung gut zusammenzustellen. Wir gehen hier sehr behutsam vor, damit eine gute Balance entsteht. Genau diese Ausgewogenheit trägt wesentlich zu einem gelingenden Zusammenleben bei“, sagt Christian Murer.

Die pädagogische Arbeit orientiert sich an hohen fachlichen Standards in den Bereichen Kinder- und Gewaltschutz, Traumapädagogik, Krisenintervention, Medienpädagogik und Inklusion. Im Mittelpunkt steht eine verlässliche Beziehungsgestaltung, die Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung stärkt und ihnen hilft, ihren individuellen Weg zu finden.

Kinder brauchen nicht nur Schutz, sondern auch Mitbestimmung. Deshalb schaffen wir Strukturen, in denen ihre Stimmen gehört werden und sie erfahren, dass ihre Anliegen ernst genommen werden. Das ist ein wesentlicher Bestandteil einer zeitgemäßen und respektvollen Betreuung“, sagt Astrid Schranz, Pädagogische Leiterin von SOS-Kinderdorf Tirol.

Starke Partnerschaft für Kinder und Jugendliche in Tirol

Das Haus Sonnberg steht beispielhaft für das Zusammenspiel von öffentlicher Verantwortung und privatem Engagement. Während das Land Tirol die laufende Betreuung der Kinder und Jugendlichen finanziert, ermöglichen Spenden zusätzliche Angebote, die eine umfassende Begleitung junger Menschen ergänzen.

Kinder und Jugendliche, die nicht bei ihren Familien leben können, brauchen sichere Orte, an denen sie Geborgenheit, Stabilität und professionelle Begleitung erfahren. Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, jungen Menschen in schwierigen Lebenssituationen die bestmöglichen Entwicklungschancen zu eröffnen Das Haus Sonnberg bietet dafür einen zeitgemäßen Rahmen und zeigt, wie Kinder- und Jugendhilfe heute gestaltet wird“, betont die für Kinder- und Jugendhilfe zuständige Landesrätin Eva Pawlata.

Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Land Tirol und SOS-Kinderdorf bildet seit vielen Jahren die Grundlage für hochwertige Betreuungsangebote in der Kinder- und Jugendhilfe. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen ein stabiles Umfeld zu bieten und sie auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben bestmöglich zu unterstützen.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Die Errichtung des Hauses wurde maßgeblich durch Spenden ermöglicht. Einen wesentlichen Beitrag leistete dabei eine Großspenderin, die anonym bleiben möchte. „Das Haus Sonnberg zeigt eindrucksvoll, was möglich wird, wenn Menschen Verantwortung für Kinder übernehmen. Die Finanzierung des Baus wäre sonst nicht möglich gewesen. Dafür sind wir all unseren Unterstützer:innen von Herzen dankbar“, so Murer.

Mit dem Haus Sonnberg schafft SOS-Kinderdorf einen weiteren wichtigen Baustein für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Tirol und investiert nachhaltig in deren Zukunft.

Ein Gebäude mit Gras und Bäumen

DatenquellePresseaussendung SOS-Kinderdorf