Kunst-Stoff-Glas im Werken von Rudi Gritsch im Imster Fasnachtshaus

Das Imster Fasnachtsmuseum wartet momentan mit einer ganz besonderen Werkschau auf. Zu sehen sind Arbeiten des international bekannten Glaskünstlers Rudi Gritsch, der seit dem Schemenlaufen 2016 die „Einführlarvln“ für die Imster Fasnacht gestaltet.


Rudi Gritsch, 1959 in St. Pölten (NÖ) geboren, legte 1982 in der Glasfachschule Kramsach im Unterland seine Meisterprüfung ab und begann dort wenige Jahre später seine freischaffende Tätigkeit. Vor fast 30 Jahren baute er an der HTL für Glas & Chemie in Kramsach die Schmelzglas- und Heißglas-Abteilung auf, die er seitdem leitet. 

Internationaler Experte und Koryphäe

Auf dem Gebiet der Glasverschmelzung gilt Gritsch als Koryphäe in Europa; er leitet Schmelzglas-Seminare, hält Vorträge bei Symposien in vielen Ländern und erhielt durch die Veröffentlichung eines Videos vom Corning Museum in New York internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung. Durch die Erfindung und Herstellung eines völlig neuartigen Werkzeuges zum Glasschneiden ist Gritsch mit seinem „G-manu cut system“ auch als professioneller Handwerker und Experte geschätzt. 

Rudi Gritsch machte durch zahlreiche öffentliche Aufträge von sich reden; so sind seine aufsehenerregenden Werke u.a. in der Österreichischen Millenniumskirche in St. Pölten, in der Domkrypta in Salzburg, in der Konventskapelle, im Raum der Stille im Reha Münster, aber auch als Straßenkunst in Melk an der Donau zu bestaunen. Ebenso finden sich Arbeiten von Gritsch in diversen privaten Sammlungen und Glasmuseen

In seinem persönlichen Schaffen zeigt Rudi Gritsch die Auseinandersetzung von „Ursache und Wirkung“ sowohl im Leben als auch in der Arbeit. Seine Werke sind erfühl-bar und schön, ein Hervorbringen von natürlichen Formen und Reaktionen darauf. Mit seinen Arbeiten strebt er nach einer zeitlosen Qualität und starken Identität. Gritschs Schöpfungen in Glas können als eine „materialisierte Sprache“ gesehen werden, die keiner oder weniger Worte bedarf. Oft sind es Metaphern für philosophische Gedanken und Gefühle, die den Betrachter berühren können.

Begehrte gläserne Einführlarvln

Der Kontakt zwischen Rudi Gritsch und den Imster Fasnachtlern entstand nach dem Schemenlaufen 2012. Man beschloss, bei den begehrten Einführlarvln der Fasnacht, die bis dahin in Bronze gegossen worden waren, neue Wege zu gehen – und fand sie im Schaffen von Rudi Gritsch. Seit dem Schemenlaufen 2016 kreiert er in aufwendiger Handarbeit die verschiedenen Maskentypen der Fasnacht als gläserne Einführlarvln in unterschiedlichen Farben. Sie haben unter Sammlern mittlerweile einen richtiggehenden Kultstatus erlangt.

Einführlarvle für die Buabefåsnåcht

Am 8. Februar 2026 findet die nächste Buabefåsnåcht statt – und Rudi Gritsch hat dafür schon das nächste Einführlarvle in mehrfacher farblicher Ausgestaltung geschaffen. Es ist daher nur naheliegend, dass in den Räumlichkeiten des Imster Fasnachtshauses vom 29. November 2025 bis zum 27. Februar 2026 eine eindrucksvolle Retrospektive seines über 30-jährigen Schaffens bewundert werden kann. Darüber hinaus bietet der Künstler am 13. und am 20. Dezember jeweils von 14 bis 18 Uhr Workshops zum Thema „Glas“ im Fasnachtshaus an.

P.S.: Welches Einführlarvle Rudi Gritsch für die Buabefåsnåcht 2026 gestaltet hat, bleibt bis zum großen Tag der „Buabe“ selbstredend ein Geheimnis!

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