
Fahrplanwechsel 2025/26: Starkes Tiroler Öffi-Netz trotzt Sparvorgaben.
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Am 14. Dezember steht der europäische Fahrplanwechsel 2025/2026 an. Auch im Oberland gibt es einige Änderungen und Optimierungen bei den Öffis, unter unter anderen im Imster Stadtverkehr Minutenanpassungen. Der VVT spart Druckkosten: Mit dem neuen Fahrplan werden die klassischen Fahrplan-Druckfolder eingestellt. Auf der Arlbergbahn gibt es vom 25. bis 26. April und vom 18. bis 23. November 2026 Streckensperren. Alle Infos auf www.vvt.at.
Tirol hat mit rund 67 Millionen Angebotskilometern pro Jahr österreichweit das dichteste Öffi-Netz. Mit den letzten beiden Fahrplanwechseln wurde der Schwerpunkt auf einen optimierten Taktverkehr gesetzt – im Tiroler Unterland im Jahr 2023, im Oberland im Jahr 2024, auf der Schiene als auch im Busbereich.
Dieses Angebot nutzen aktuell 195.800 VVT-Stammkund:innen – das sind 12,8 Prozent mehr als vor zwei Jahren. Das bedeutet: bereits ein Viertel der Tiroler Bevölkerung fährt regelmäßig mit den Öffis. Zum Fahrplanwechsel 2025/26 setzt der VVT auf bedarfsgerechten Ausbau und gezielte Optimierungen. Im Stadtverkehr Imst gibt es Minutenanpassungen. Für alle Fahrten mit Öffis in Tirol ab dem 14. Dezember gilt: bitte Fahrplan beachten. Änderungen sind möglich.
Verbesserungen und Ausbau
Im Busbereich wurde das Öffi-Netz in den letzten Jahren im Großraum Innsbruck auf 35 Linien zwischen Telfs und Schwaz erweitert. Ebenso in der Region Imst und Umgebung auf 17 Linien. Im mittleren Unterinntal und rund um Wörgl wurden zwölf Linien auf einen Stundentakt ausgebaut. Mit diesen Maßnahmen stärkt der VVT gezielt die stark genutzten Strecken. Gleichzeitig wird bei der Planung darauf geachtet, dass die Ressourcen effizient eingesetzt werden.
Mobilitätslandesrat René Zumtobel gibt mit diesem Fahrplanwechsel das Ziel vor: „Wir werden weiterhin österreichweit das dichteste Öffi-Netz bieten und wollen damit mit nächstem Jahr die magische Marke von 200.000 Stammkundinnen und Stammkunden überschreiten. Wir entwickeln Tirols Öffis nicht nach Gefühl, sondern auf Grundlage der Fakten weiter. Wo die Nachfrage steigt, bauen wir aus – wo sie ausbleibt, justieren wir nach. So entsteht ein Netz, das fair, effizient und verlässlich ist. Jede Tirolerin und jeder Tiroler soll spüren, dass öffentlicher Verkehr kein Kompromiss ist, sondern eine Einladung zum besseren Unterwegssein.“
Fahrplanwechsel 205/26: Im Stadtverkehr Imst gibt es Minutenanpassungen.
Fahrgastzählanlagen liefern Grundlage für Linien-Optimierungen
Um die Beförderungseffizienz zu eruieren, sind in den Bussen Fahrgastzählanlagen installiert. Diese messen die Auslastung der Busse. Wenn eine Linie zwei Jahre in Betrieb ist, liegen ausreichend Daten vor, um zu beurteilen, wie gut die Linie angenommen wird. So lässt sich objektiv beurteilen, ob das Angebot wirklich genutzt wird.
Dazu VVT-Geschäftsführer Alexander Jug: „Für uns stehen die Fahrgäste an erster Stelle. Wir haben es in den letzten Jahren geschafft, dass die Öffis in Tirol sehr gut angenommen werden und wir bei der Zahl der Stammkundinnen ganz vorne sind. Auch heuer setzen wir auf bedarfsgerechten Ausbau und gezielte Optimierungen. Gleichzeitig müssen wir verantwortungsvoll mit den vorhandenen Mitteln umgehen und Einsparungen dort vornehmen, wo sie vertretbar sind.“
Neue Interregio-Verbindungen und Koralmbahn
ÖBB Personenverkehr Regionalmanager Tirol Werner Dilitz: „Mit der Inbetriebnahme der Koralmbahn rückt Österreich auf der Schiene weiter zusammen. Und auch Tirol profitiert davon: So sorgen die neuen Interregio-Linien für noch bessere Verbindungen Richtung Salzburg und in die Steiermark, schnellere Fahrzeiten bringen Lienz näher an Wien. Richtung Südtirol und retour sind zusätzliche Züge unterwegs.“
Auch im kommenden Jahr sind wieder mehrere Baumaßnahmen auf dem ÖBB-Netz notwendig, die dazu dienen, die Infrastruktur zeitgerecht zu erneuern und in einem Zustand zu halten, der sicheres, komfortables und pünktliches Bahnfahren gewährleistet.
Die Maßnahmen bringen naturgemäß vorübergehende Einschränkungen, teils auch Streckensperren mit sich, für die wir die Fahrgäste um Verständnis bitten. Bei allen Unterbrechungen wird die Mobilität der KundInnen über umfangreiche Ersatzmaßnahmen (Schienenersatzverkehr, Umleitungen) garantiert.
ÖBB-Streckensperren (Totalsperren) 2026
- Weststrecke (Rauchmühlbrücke): 7. 1. – 29. 1. 2026
- Weststrecke (Bestand, Rattenbergtunnel): 3. 4. – 7. 4. 2026
- Drautalbahn: 5. 4. – 26. 4. 2026
- Karwendelbahn: 9. 5. – 12. 5. 2026 und 3. 10. – 6. 10. 2026
- Außerfernbahn: 17. 5. – 7. 6. 2026 und 29. 8. – 6. 9. 2026
- Arlbergbahn: 25. 4. – 26.4. 2026 und 18. 11. – 23. 11. 2026
- Brennerbahn (ital. Bahn): 11. 7. – 1. 8. 2026
- Feldkirch-Buchs (A-CH mit Auswirkungen auf Tirol): 14. 6. – 14. 10. 2026
VVT spart Kosten: Künftig digital statt ausgedruckte Fahrpläne.
Digital statt Papier – Echtzeit statt gedruckt
Mit dem neuen Fahrplan werden die klassischen Fahrplan-Druckfolder eingestellt. Dadurch spart der VVT jährlich rund neun Tonnen Papier und verringert Druckkosten.
Dafür stehen moderne Alternativen bereit:
- SmartRide-App und vvt.at: Echtzeitinfos zu Verspätungen, Ausfällen, Umleitungen
- PDF-Fahrpläne im Linienverzeichnis zum Download und Ausdruck
- QR-Codes an Haltestellen für Echtzeitabfahrten ohne App
- Digitale Anzeigen an zahlreichen Haltestellen
Aktuell verzeichnet der VVT fünf bis sechs Millionen Online-Zugriffe pro Monat. Wenn jemand auf den Ausdruck nicht verzichten möchte: Es gibt tagesaktuelle ausdruckbare Linienpläne, die man sich zum Beispiel im VVT-Kundencenter, ausdrucken lassen kann.